Autogas

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Umweltaspekte

Autogas ist ungiftig und belastet das Grundwasser nicht.

Neuere Pkw mit einer modernen Autogasanlage können im Gasbetrieb die derzeit gültigen Schadstoffgrenzwerte von Euro 3 und sogar Euro 4, die ab 2005 gelten, einhalten. Manchmal wird angenommen, dass mit Autogas in jedem Fall bedeutend weniger Abgasschadstoffe ausgestoßen werden als mit Benzin, das trifft freilich nicht generell zu. Die Stickoxid-Emissionen sind etwa gleich hoch wie bei Benzinbetrieb
Auch wenn bei Fahrzeugen mit einer sehr guten Reinigungstechnik (Kat) die Emission der "limitierten Schadstoffe" nicht mehr, bzw. nicht mehr deutlich verbessert werden kann, so wird mit Autogas doch immer CO2 reduziert.
Außerdem ist Autogas gegenüber Benzin vorteilhaft, wenn es um eine Verminderung von Abgasschadstoffen geht, die nicht gesetzlich limitiert sind, wie z.B. die schädlichen aromatische Kohlenwasserstoffe (z.B. Benzol). Übrigens erfolgt die Schadstoff Einstufung eines bivalenten Autos grundsätzlich nach den Emissionen im Benzinbetrieb (Typprüfung) auch wenn die Autogasemissionen niedriger sein sollten da man ja auch mit Benzin fahren kann.

Die Nachteile

Sind gering oder durch Entwicklung entsprechender Techniken beherrschbar: größeres Volumen und Gewicht des Drucktanks, etwas niedrigere Höchstleistung; Sicherheitsprobleme: Der Tank steht unter Druck, das Gas ist schwerer als Luft und kann sich in Kellern und Schächten ansammeln
Die Mehrheit der Bundesländer sieht in ihren "Garagenverordnungen" kein Abstellverbot für Autogasfahrzeuge vor, Ausnahmen stellen Brandenburg, Berlin, Bremen und Saarland dar (sofern dort nicht sicher gestellt ist, dass austretendes Gas gefahrlos ins Freie entweichen kann). Bei nichtöffentlichen Einstellräumen liegen Verbot oder Gestattung im Ermessen des Eigentümers - gegebenenfalls hilft hier ein Hinweis auf die derzeit gültige Fassung der jeweiligen Länder-Verordnung.

Sicherheit

Immer wieder kommt es außerhalb des Fahrzeugsektors zu Brand- und Explosions-Unfällen bei denen Gas im Spiel ist. In diesem Zusammenhang sind manche Autofahrer verunsichert, wenn sie Flüssiggas als Kraftstoff verwenden sollen. Es gibt keine Hinweise aus der Praxis, dass bei diesen Fahrzeugen ein erhöhtes Sicherheitsrisiko besteht, auch nicht aus jenen Ländern, wo relativ viele Autogasautos zugelassen sind. Crash- und Brandtests zeigen, dass Autogasautos nicht gefährlicher sind als vergleichbare Benzinfahrzeuge.

Tankstellen-Netz

In Deutschland gibt es, mit zunehmender Tendenz, derzeit 550 öffentliche Tankstellen, allerdings teilweise auf dem Gelände von Gasversorgungsunternehmen (eingeschränkte Öffnungszeiten). In Ländern wie den Niederlanden, Belgien, Italien, Frankreich, England und Polen besteht ein teilweise recht dichtes Netz, im Gegensatz zu Dänemark, Österreich und Schweiz.

Zu beachten ist noch, dass im Ausland wegen unterschiedlicher Zapfanschlüsse u.U. Adapter erforderlich sind. Vertreten ist der ACME-Anschluss,(z.B. in Deutschland und Belgien), Bajonett (Niederlande) sowie der Dish-Anschluss (z. B. in Italien und Frankreich).

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